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// Video | Trailer "Die Schorfheide" aus der ARD-Reihe "Geheimnisvolle Orte"
(TV-Premiere: 09.03.2015 | ARD)

// Trailer zum Film "Die Schorfheide - Das Jagdgebiet der Mächtigen" aus der ARD-Reihe "Geheimnisvolle Orte" (u.a. mit Revierförster a.D. Günther Wlost und Erich Honeckers Leibwächter Bernd Brückner).

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PROJEKTE | 2014 | DER GALERIST

DER GALERIST

Reihe: "Die Ostdeutschen - 25 Wege in ein neues Land"

// Reihe nominiert für den Grimme-Preis 2015

Autor & Regie:
Jürgen Ast | Manuela Martinson

Redaktion:
Rolf Bergmann | Jens Stubenrauch

Länge:
15'

Internet:

Koproduktion:
credo:film | RBB | gefördert durch Medienboard Berlin Brandenburg und mit Mitteln der Bundeststiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Der System-Kollaps, den manche Westdeutsche eher nebenbei erlebten, bedeutete für den ehemaligen DDR Bürger Brüche, Enttäuschungen, eine komplette Neuorientierung, beruflich, oft auch privat. Oder aber die ganz große Chance, Reisen, Karriere, neues Glück. Wie macht man den mentalen Wandel einer Gruppe sichtbar? Indem einzelne Menschen ihre persönliche Geschichte erzählen können. 25 Lebenswege, jede Episode für sich, so dass man jederzeit einsteigen kann und doch eine Gesamterzählung erhält. Wer sind diese Menschen geworden und wer sind sie geblieben? Die DDR ist weg, die Erinnerung bleibt.

Die Folge "Der Galerist" erzählt die Geschichte des Leipzigers Gerd Harry Lybke, der mit seiner Galerie EIGEN+ART DDR-Kunstgeschichte geschrieben hat und heute einer der wichtigsten deutschen Galeristen in der Welt ist. Ewigkeitsanspruch, Weltruhm, einen Mythos schaffen - unterhalb von Superlativen hat sich Gerd Harry Lybke oder Judy, wie ihn seine Freunde nennen, nie etwas vorgenommen. Nicht zu Ostzeiten, nicht in den ersten Jahren nach der Wiedervereinigung und auch heute nicht. "Ich bin immer der geblieben, der ich war, und habe mich immer wieder neu erfunden." Für Lybke war der Mauerfall kein Ende, sondern einer von vielen Anfängen.

Gerd Harry Lybke versteht sein Unternehmen als "Familienbetrieb", ihm liegt viel daran, dass die Künstler, die Mitarbeiter und er "zusammengehören", es muss immer menschlich passen. Immer wieder sucht er die Herausforderung, mit einer schier unerschöpflichen Energie. Er war und ist ein Phänomen, dem man viele Etiketten und Namen geben kann. Er selbst sieht sich als Vermittler, als einen "Fährmann für Künstler". Aber auch als ein "Vampir, der sich aus dem Universum der Künstler ernährt, indem er ihr Leben mit lebt". Der Weg eines Ostdeutschen - der Galerist Gerd Harry Lybke.