// NEWS
// Video | Trailer "Die Schorfheide" aus der ARD-Reihe "Geheimnisvolle Orte"
(TV-Premiere: 09.03.2015 | ARD)

// Trailer zum Film "Die Schorfheide - Das Jagdgebiet der Mächtigen" aus der ARD-Reihe "Geheimnisvolle Orte" (u.a. mit Revierförster a.D. Günther Wlost und Erich Honeckers Leibwächter Bernd Brückner).

X FENSTER
SCHLIESSEN
//
PROJEKTE | 1998 | VERGESSENE KATASTROPHEN

VERGESSENE KATASTROPHEN

Brand im Schacht 208 B

Autor & Regie:
Kerstin Mauersberger

Redaktion:
Manfred Schmidt

Länge:
45'

Produktion:
astfilm productions | im Auftrag des MDR

Im Februar 1960 kam es zu dem folgenschwersten Grubenunglück in der Geschichte der DDR. Am 22. Februar 1960, einem Montagmorgen um 8.20 Uhr, verschüttete eine Explosion im Zwickauer Steinkohlebergwerk "Karl-Marx" 174 Bergmänner in 1100 Meter Tiefe. Die sofort alarmierten Rettungskräfte kämpften sich hinunter in die Schächte in denen es kaum noch Sauerstoff gab, nur noch Qualm, Feuer, Hitze und die vage Hoffnung, die eingeschlossenen Kumpel lebend bergen zu können. Erst 11 Stunden nach Ausbruch des Brandes gaben die Nachrichtenagenturen der DDR das Unglück bekannt. Als offensichtlich war, dass es weder verschwiegen noch bagatellisiert werden kann. Bis dahin hatten die Rettungsmannschaften 40 Bergleute lebend hoch geholt und 13 Männer tot geborgen. Sechs Tage kämpft man verzweifelt um das Leben der noch Eingeschlossenen, die angebotene Hilfe aus Westdeutschland weist die DDR-Regierung allerdings zurück. Ein weiterer großer Brandherd, der von den Rettungsmannschaften entdeckt wird führt zum Abbruch aller Maßnahmen. Die schreckliche Bilanz am Ende: 123 Tote.

Die Trauer um die Toten des Unglücks vereinte Deutschland noch einmal mitten im Kalten Krieg. Der Bundestag und das Zentralkomitee, die Bergbaureviere im Ruhrgebiet und im Erzgebirge hatten zur Staatstauer die Fahnen auf Halbmast gesetzt. Alle Maschinen und Autos standen in Ost- und Westdeutschland zu einer Gedenkminute still, alle Menschen verharrten. Danach ging man wieder zur politischen Tagesordnung über. Eine Regierungskommission wird eingesetzt und soll die Ursachen der Katastrophe aufklären ...

Die Rekonstruktion der Ereignisse stützt sich auf zahlreiche Akten und Dokumente die erst jetzt, viele Jahre danach, zugänglich geworden sind, vor allem aber auf die Erinnerungen und Erlebnisberichte unmittelbar Beteiligter: Bergleute, Retter, Angehörige, Ärzte, Ermittler, ...