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// Video | Trailer "Die Schorfheide" aus der ARD-Reihe "Geheimnisvolle Orte"
(TV-Premiere: 09.03.2015 | ARD)

// Trailer zum Film "Die Schorfheide - Das Jagdgebiet der Mächtigen" aus der ARD-Reihe "Geheimnisvolle Orte" (u.a. mit Revierförster a.D. Günther Wlost und Erich Honeckers Leibwächter Bernd Brückner).

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PROJEKTE | 1996 | ARSAMAS - 16

ARSAMAS - 16

Die geheimen Atomstädte der Sowjetunion

Autor:
Jürgen Ast | Karlheinz Eyermann

Regie:
Jürgen Ast

Redaktion:
Helfried Spitra | Jan Lorenzen

Länge:
52' | 90'

Produktion:
astfilm productions | im Auftrag von MDR | ARTE // ARTE

"Potschtowije Jaschtschike" - Postschließfächer, so hießen im Jargon die Städte, Versuchsgelände und Rüstungszentren der ehemaligen Sowjetunion, die auf keiner Landkarte zu finden waren und selbst heute nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion noch weiße Flecke sind. Das wichtigste "Postschließfach", das Herz der sowjetischen Atomwaffenforschung hatte gleich sechs Decknamen: Objekt Nr. 550; Moskau Zentrum 300, KB-11, Wolga Kontor; Kremljow und Arsamas-16.

Etwa 400 Kilometer von Moskau entfernt entstand in der Nähe der Stadt Nishni Nowgorod auf Befehl Stalins die atomare Rüstungsschmiede der Sowjetunion. Architekt, Baumeister und Befehlshaber war kein geringerer als der Chef des Geheimdienstes NKWD Lawrenti Berija. Zehntausende Zwangsarbeiter stampften hier das größte Kernforschungszentrum der Welt aus dem Boden, dessen Inbetriebnahme die Rüstungsspirale in Gang setzte.

Die geheimen Städte hinter dem Eisernen Vorhang waren verschlossene Objekte. Projektiert in den Spezialbüros des NKWD hatten alle ein fast einheitliches Aussehen: Im Zentrum des Objekts stand ein Lenin-Denkmal. Es gab einen Sport- und einen Kulturpalast, Kindergärten, Schulen, Wohnhäuser, ein eigenes Straßen- und Eisenbahnnetz und schließlich die Atomwaffenfabriken. Hier lebten und leben Hunderttausende von "Atomsklaven", damals hoch dekoriert, die Elite des Landes, mit deren "Produkten" die Sowjetunion zur Supermacht aufstieg.

Der Dokumentarfilm berichtet über die Entstehungsgeschichte, zeigt einmaliges Archivmaterial, lässt bedeutende Wissenschaftler zu Wort kommen und gewährt noch nie gesehene Blicke und Einblicke in das Herz der sowjetisch/russischen Atomindustrie. Am Ende geht der Film der Frage nach, wie die einstige Weltmacht mit ihrer nuklearen Konkursmasse nach dem Untergang der Sowjetunion verfährt.